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DER TRITT IN DEN POLITISCHEN HINTERN
Berlin - Die aktuelle Sonntagsfrage verheißt nichts Gutes für den SPD-Kanzlerkandidaten Steinmeier. Seine Partei ist weiter im Abwind. Doch das Unionslager kann momentan noch nicht von der derzeitgen SPD-Schwäche profitieren.
Wieder einmal fällt hierbei jedoch auf, dass die Wähler das Personal der Union deutlich positiver bewerten als ihr politisches Handeln. Während die Partei an Zustimmung verliert, zeigt die Kurve bei Angela Merkel weiter nach oben. Mit 71 Prozent Zustimmung (+ 3) führt sie jetzt mit weitem Abstand die Liste der Spitzenpolitiker an.
Wenig überraschend ist,
dass Union- und FDP-Anhänger klar hinter Merkel stehen und die
SPD-Anhänger klar hinter Steinmeier. Dass es hingegen im Lager der
Grünen eine leichte Mehrheit für Merkel gibt, ist schon mer eine
faustdicke Überraschung und ein Tritt in den politischen Hintern so
mancher Volksvertreter, denn 47 Prozent der Grünen-Anhänger würden sich
für Merkel entscheiden, nur 42 Prozent für Steinmeier.
Karl-Theodor zu Guttenberg erreicht seinerseits mit 61 Prozent (+- 0) zum ersten Mal überdies den zweiten Rang, während Außenminister Frank-Walter Steinmeier mit 55 Prozent (- 8) zudem gar auf den dritten Platz zurückfällt. (JMaier--BTZ)
BREAD & BUTTER - UNSER FAZIT
Berlin - Selten waren in Berlin so viele modebewusste Menschen zu sehen wie zur Fashion Week. Die Stadt hat sich mehr als nur zur Modemetropole gemausert, da ist sich die Branche einig. Am gestrigen Freitag gingen die Messen Bread & Butter und Premium zu Ende. Am heutigen Samstag laufen die letzten Schauen zur Sommersaison 2010 im Fashion-Week-Zelt auf dem Bebelplatz.
Unsere kleine Bilanz: Unser "Top": "Germany's Next Topmodel"-Siegerin Sara Nuru. Sie zeigte anders als frühere Finalistinnen der Sendung echtes Mannequin-Format und lief elegant, charmant und souverän über den Laufsteg von Anja Gockel. Unser "Flop": Justin Timberlakes Auftritt bei der Bread & Butter. Weder von Timberlake noch von seiner Mode war besonders viel zu sehen, vom der Waschküchenparty-Atmosphäre kaum zu schweigen.
Unser "Highlight": Das Blasenpflaster gegen wundgelaufene Füße in der goldenen Tasche der Fashion Week. Sorgte auf den kilometerlangen Strecken zwischen den Schauen und bei den Messen für Erleichterung.
Unser "Autsch": Das Catering ala Stulle & Co. bei der Fashion Week. Brownies und Brezeln, dazu belegte Brötchen.
Unser "Weg damit": Anti-Pelz-Demo vor dem Bode-Museum bei der Party von Escada. Demonstranten rüttelten am Zaun, kamen aber nicht rein. Nach kurzer Zeit war die Störaktion vorbei.. Wollen wir also zur kommenden Bread & Butter hoffen das es nur noch TOP's zu berichten gibt, derzeit zweifeln wir jedoch daran, was nicht zuletzt an den Querelen um den B&B-Mietvertrag des Berliner Senats liegt! (MCLikoy--BTZ)
WAS DEUTSCHLAND UND DIE WELT BEWEGT
Trauerfeier am Dienstag - Eine Woche nach dem Tod von Michael Jackson steht das Datum für die
Trauerfeier fest. Sie soll nach tagelangem Hin und Her am
Dienstag der kommenden Woche im Staples Center in Los Angeles stattfinden. Unterdessen
tauchte zwischenzeitlich ein Video auf, welches Michael Jackson nur zwei Tage vor seinem Tod in sehr guter
Verfassung zeigt.
- Druck gestoppt
Druck des
Quelle-Katalogs gestoppt - Ein Staatskredit über 50 Millionen Euro soll
das Versandhaus Quelle vorerst retten und den aktuellen Katalog
finanzieren. Doch die beauftragten Druckereien stoppten nun die
Produktion und liefern nicht aus. Der Grund: Es gibt keine Garantie,
dass Quelle den Katalog bezahlt.
- Barroso muss warten
Einstimmig hatten sich die EU-Staats- und Regierungschefs für
eine schnelle Wiederwahl von Kommissionspräsident Barroso eingesetzt -
vergeblich. Das Europaparlament setzte sich mit seinen Zweifeln durch
und verhinderte eine Abstimmung im Juli. Über Barroso wird vermutlich
im Herbst entschieden.
- Weg mit dem Risiko?
Die Finanzkrise hat viele hochriskante Papiere wertlos gemacht. Sie
sind unverkäuflich und verhageln den Banken seit Monaten die Bilanzen.
Der Bundestag stimmte nun am gestrigen Freitag für die Möglichkeit, Problempapiere an Bad
Banks weiterzureichen. Das Risiko tragen die Bankeigentümer und der
Staat.
- Grün für AWACS-Einsätze
Der
Bundeswehreinsatz in Afghanistan steht vor einer erneuten Ausweitung.
Der Bundestag beschloss mit großer Mehrheit die Teilnahme Deutschlands
am Einsatz von AWACS-Aufklärungsflugzeugen am Hindukusch. Dort sollen
sie den militärischen und zivilen Flugverkehr koordinieren.
- Aufwärts mit Abwrackprämie
40 Prozent mehr Neuzulassungen im Juni: Die Abwrackprämie bescherte den
Autobauern einen Rekordmonat. Wegen der Verkaufszahlen im ersten
Halbjahr hoben die Branchenverbände ihre Absatzprognosen für2009 auf
3,5 Millionen an. Für 2010 erwarten die Hersteller aber einen Einbruch.
- Erstes Opfer der Großoffensive
Am ersten Tag ihrer Großoffensive gegen Taliban-Kämpfer in Afghanistan mussten Briten und Amerikaner erste Opfer beklagen. Ob auch Rebellen oder Zivilisten getötet wurden, ist nicht bekannt. Im Südosten Afghanistans entführten Taliban-Kämpfer einen US-Soldaten.
- Schutz persönlicher Daten gestärkt
Der Handel mit personenbezogenen Daten ist künftig grundsätzlich nur
mit Einwilligung der Betroffenen zulässig. Der Bundestag änderte am gestrigen Freitag das
Bundesdatenschutzgesetz entsprechend, ließ aber bei der Novellierung
viele Ausnahmen zu. Verbraucherschützern geht die Reform daher nicht
weit genug.
- Banken halten Geld fest & vergeben kaum Kredite
442 Milliarden
Euro hat die Europäische Zentralbank für einen Minimalzins an die
Banken verliehen. Doch die reichen das Geld nicht wie gewünscht über
günstige Kredite an die Firmen weiter. Die Folge: Die Krise nährt die
Krise. (KWuttig--BTZ)
BTZ SPORT-NEWS IN DER ÜBERSICHT
Haas unterliegt Federer - Thomas Haas hat das Halbfinale in Wimbledon gegen den Schweizer Roger Federer verloren. Damit verpasste der 31-jährige Hamburger die Chance auf sein erstes Endspiel bei einem Grand-Slam-Turnier. Federer am Sonntag um seinen 15. Grand-Slam-Sieg kämpfen. Sein Gegner ist Andy Roddick.
- Doping - Pechstein gesperrt
Die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein ist des
Blutdopings überführt worden. Wie die Internationale Eislauf-Union
(ISU) mitteilte, wurden bei der Mehrkampf-WM am 7. Februar in Hamar/Norwegen "auffällige Blutwerte" festgestellt. Die ISU sperrte sie für zwei Jahre. (CCorneo--BTZ)
DREHORGELFEST IN BERLIN
Berlin - Auf dem Berliner Breitscheidplatz ist am gestrigen Freitag die 11. Internationale Drehorgel-Party gestartet. Dazu werden etwa 100 Drehorgelspieler erwartet.
Zu den Höhepunkten des dreitägigen Festes gehört nach Angaben der Veranstalter ein Drehorgel-Umzug am heutigen Samstag.
Am Abschlusstag, dem morgigen Sonntag, gibt es ein Drehorgelkonzert in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Der Erlös soll für die Rettung des alten Kirchturmes eingesetzt werden.
Drehorgeln sind mechanische Musikinstrumente, deren Töne durch Pfeifen erzeugt werden. (NHöft--BTZ)
SCHULDEN - NICHTS ALS SCHULDEN!
Berlin - Auf ein oder zwei Milliarden Euro mehr kommt es jetzt wohl auch nicht mehr an, so oder ähnlich müssen die Schuldenmacher der aktuell gewählten Legislative scheinbar denken und setzen ihre für die zukünftigen Generationen desolate Pleitepolitik rücksichtslos fort.
Jedenfalls sah der Entwurf eine Neuverschuldung von 47,6 Milliarden vor, jetzt liegt sie noch höher und somit zeigt sich ein jämmerliches Bild, von Konsolidierung des Haushaltes keine Spur!
Die Nettokreditaufnahme steigt um weitere 1,5 Milliarden Euro auf nunmehr fast 49,1 Milliarden Euro. Das sieht der Entwurf für den zweiten Nachtragshaushalt 2009 vor welcher nunmehr endgültig vom Bundestag verabschiedet wurde. (AWegener--BTZ)
WER SCHLAMPT MUSS GEHEN
Berlin - Das Chaos bei Berlins S-Bahn ist dem Mutterkonzern, der
Deutschen Bahn, zuviel geworden. Nach einer Zugentgleisung versäumte
die S-Bahn die angeordneten Prüfungen der Räder. Jetzt griff die Bahn
durch.
Die Deutsche Bahn hat genug von den
Problemen bei ihrer Tochter S-Bahn Berlin GmbH: Die Bahn zieht
personelle Konsequenzen - wegen Schlamperei bei der Wartung von Zügen
müssen alle vier Geschäftsführer gehen.
Das teilte der für den Personenverkehr zuständige Deutsche-Bahn-Vorstand Ulrich Homburg vor Journalisten in Berlin mit. (MEdelstein--BTZ)
100 WERKE VON EMIL NOLDE
Das Berliner
Kupferstichkabinett im Kulturforum am Potsdamer Platz präsentiert seit dem gestrigen Freitag rund 100 Werke des Expressionisten Emil Nolde.
In der Ausstellung "Mensch - Natur - Mythos"
sind Aquarelle der Südsee-Serie, Blumenbilder und Porträts sowie
Druckgrafiken zu sehen. Die Schau ist bis zum 25. Oktober geöffnet.
In Berlin gibt es derzeit eine zweite Nolde-Schau mit dem Titel "Mit
verschnürten Händen - Ungemalte Bilder". Bis zum 17. Januar 2010 werden
in der Dependance der Nolde-Stiftung Seebüll am Berliner Gendarmenmarkt
kleinformatige Aquarelle gezeigt. Nolde schuf die Bilder während der
Zeit seines Malverbots unter der Nazi-Diktatur heimlich an seinem
Wohnort in Seebüll. Beide Einrichtungen gewähren beim Kauf eines
Tickets für die jeweils andere Schau einen Rabatt. (DDelitz--BTZ)
WER HOCH FLIEGT KANN TIEF FALLEN
Berlin - Nun zuletzt hörte man nur noch euphorische Zahlen aus der Autobranche: Die Neuzulassungen erreichten im Juni den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung. Doch der Absturz ist vorprogrammiert.
VDA-Präsident Matthias Wissmann warnte denn auch vor Euphorie: "Dieses hohe Niveau wird im kommenden Jahr sicherlich nicht einfach fortgeschrieben werden können." Zudem seien die Absatzmärkte im Ausland entscheidend. Dort sei die Lage trotz erster Anzeichen einer Besserung keinesfalls rosig.
"Wenn der Weltmarkt dümpelt, können Sie so gut sein wie sie wollen, dann leiden Sie unter diesem Weltmarkt massiv, und das tun wir."
Große Gewinner sind dennoch nach aktuell amtlichen Zulassungszahlen die Hersteller VW (plus 52 Prozent im Juni), Opel (plus 56) und Ford (plus 41) und die Importeure. Aber auch die bisher gebeutelten Luxushersteller Mercedes (plus 7 Prozent), BMW (plus 15 Prozent) und Audi (plus 18 Prozent) ziehen wieder an. (MSetiawan--BTZ)
KRITIK GEGEN SPIELHALLEN AM ZOO
Berlin
- Der Baustadtrat von Charlottenburg-Wilmersdorf, Klaus-Dieter Gröhler (CDU), hat die Pläne der Deutschen Bahn abgelehnt, im Berliner Bahnhof Zoo zwei Spielhallen zu eröffnen.
Gegenüber Medienvertretern kritisierte Gröhler, das Projekt bedeute eine Rückkehr zum derben Schmuddelimage am Berliner-Zoologischen Garten. Die Anträge sollen nun in den kommenden zwei Wochen baurechtlich überprüft werden.
Die Deutsche Bahn will im früheren Bahnhofs-Postamt Automaten-Casinos mit je 145 Quadratmetern Fläche bauen. (JKussmacher--BTZ)
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